Symposium

Die Werkstatt Demenz veranstaltet seit 2000 regelmäßig Symposien zu „Künstlerischen Therapien in der Altenarbeit“. Die Symposien „Künstlerische Therapien in der Altenarbeit“ verstehen sich als Ort, an dem die verschiedenen Künste und künstlerischen Therapien in einen wechselseitigen bereichernden Dialog miteinander gehen, neue Erkenntnisse vorgestellt und diskutiert, miteinander künstlerisch gehandelt wird.

Termin: 4. bis 6. November 2016

9. Symposium künstlerische Therapien in der Altenarbeit

Ort: 07639 Bad Klosterlausnitz

 Thema: Die Intermedialität des Therapeuten

Das diesjährige Thema, die Intermedialität des Therapeuten, ist der Gegenhorizont zu dem die vergangenen Jahre sich durchziehenden Grundgedanken des interkünstlerischen Angebots für den Patienten. Das Symposion künstlerischer Therapien vergleicht die unterschiedlichen Medien in ihren Wirkungen für die Arbeit mit den Patienten. Die Medien werden in ihrer Spezifität angeschaut ebenso wie in ihrer möglichen Austauschbarkeit oder Kombinierbarkeit.
Fortgeschritten demenzbetroffene Menschen leben bedürfnisorientiert und erhalten sich bei nachlassendem kognitivem Vermögen häufig ein feines Gespür für Stimmigkeiten sinnlich-emotionaler Art. Dabei nehmen sie keine Rücksicht auf mediale und berufsfeldbezogene Grenzen, Zuständigkeiten und Spezialisierungen. Aus der zeitgenössischen Kunst sind das Ineinanderfließen von Materialien und Methoden etwa in der Improvisations- und Performancekunst bekannt. Die grenzüberschreitenden und handlungsorientierten Qualitäten dieser Kunstformen weisen Parallelen zu dementieller Lebenswirklichkeit auf. Die Künstler selbst werden multimedial.
Dieses Jahr soll es um den Therapeuten selbst gehen. Auch künstlerische Therapeuten haben oftmals selbst Zugang zu mehreren Künsten, sind gleichzeitig Musiker, Maler, Poeten, Tänzer, Schauspieler,… Andere Therapeuten fühlen sich nur in einer Kunst zu Hause.
Was ist das für ein Gefühl, unbeschwert von Sparte zu Sparte wechseln zu können; was ist es für ein Gefühl, in einer Sparte ganz fremd zu sein. Und wenn der Therapeut sich in vielen Künsten zu Hause fühlt: Was führte dann dazu, in gerade  e i n e r  Sparte therapeutisch tätig zu werden, in der anderen Amateur zu bleiben und die dritte vielleicht als professioneller Künstler zu betreiben.
Eine weitere interessante Frage, die wir uns vor vier Jahren in Hamburg schon stellten, ist: nutzt ein künstlerischer Therapeut in seinen eigenen Krisen auch selbst die Künste, und wenn ja: welche?
Das Hauptthema wird auch immer von Nebenthemen begleitet. Fehlerkultur, Interdisziplinarität, Vermittlung, Annäherung von „Schulen“ und Konzepten,…Diese Themen können auch weiterhin Bestandteil sein. Zudem: Forschung im Umfeld der künstlerischen Therapien.
Mit dem Ort, Bad Klosterlausnitz, befinden wir uns – nach Weimar – wieder in Thüringen. Die „Akademie für angewandte Musiktherapie“ als Gastgeber hat Wesentliches zur Entwicklung der Musiktherapie beigetragen.

Veranstaltungsort: Akademie für angewandte Musiktherapie Crossen,  Bahnhofstr. 31, 07639 Bad Klosterlausnitz, bzw. Fachklinik Klosterwald

Veranstalter: Akademie für angewandte Musiktherapie

In Kooperation mit: Werkstatt Demenz e.V., Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft e.V., Medical School Hamburg, Department Kunst, Gesellschaft und Gesundheit

Anmeldung und Informationen:

DMVS e.V.
Frau Walburg Schulze,
E-Mail: buero@musiktherapie-crossen.de

 

Programm: 20160919_programm_9-symposium

 

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